U-Bahnstation am Schöpfwerk

Anfang der 1990er Jahre wurde eine Verlängerung der U-Bahn-Linie U 6 nach Norden und nach Süden beschlossen. Das südliche Teilstück weist eine Länge von 5,2 km auf. Auf 1,2 km Länge wurde die alte Trasse der Linie 64 umgebaut und 4 km wurden neu errichtet. Der Großteil der neuen U6 - Strecke befindet sich in Hochlage.
Der aus Tirol stammende Architekt und Holzmeisterschüler Johann Georg Gsteu erhielt von der Gemeinde Wien den Auftrag, für die südliche Verlängerung der Linie U6 die Fassaden der bereits geplanten Gebäude zu überarbeiten bzw. neu zu gestalten. Insgesamt ging es um den Bau von sechs Stationsgebäuden: Tscherttegasse, Am Schöpfwerk, Alt Erlaa, Erlaaerstraße, Perfektastraße, Siebenhirten sowie einer Abstellhalle, einer Revisionshalle mit Betriebsgebäude, ein Stellwerk und Umformer- und Nebengebäude.
Die schwierige Aufgabe löste Gsteu durch den kreativen Einsatz einer neuen maschinellen Verformungstechnologie für Aluminium-Trapezbleche, wodurch er einfache, doch einprägsame Formen wie Bögen, Zylinder und verschieden gewölbte Flächen geschaffen hat. Weitere Gestaltungsmerkmale sind blau lasierter Beton und großzügige Glasflächen.
Markante Orientierungspunkte sind die Aufzugstriebwerke, die nach oben verlegt wurden und ebenfalls eine Trapezblech-Verkleidung erhielten, wobei aber die Funktionsabläufe von außen ablesbar bleiben.

© Text: Werner Konas Fotos: Nikos Kouklakis

AkteurInnen:

ArchitektInnen: Johann Georg Gsteu 

Adresse:

1120 Wien, U-Bahnstation 

Öffnungszeiten:

Sa 10 - 17 Uhr

Erreichbarkeit:

U6, Am Schöpfwerk

Baujahr:

1995

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