PaN - Wohnpark

Der Wohnbau besteht aus drei einzelnen Gebäuden, die von drei Architektenteams aus drei verschiedenen Ländern gebaut wurden (Österreich, England und Schweiz). Anders als die umliegende Bebauung sind die Wohnhäuser zueinander verdreht und ermöglichen damit allen eine Aussicht zum Park. Nicht nur die einheitliche Außenhülle manifestiert ein gemeinsames Ganzes.

OHW-Erlebnis

Treffpunkt ist vor dem Haus - bitte Hinweisschilder beachten - unser Volunteer erwartet Dich. Die Tour führt Dich durch den Innenhof in den Gemeinschaftsraum. Anschließend besuchst Du noch eine Wohnung, die mit ihren verschiedenen Raumhöhen das Architekturkonzept gut veranschaulicht. 

Das Projekt PaN-Wohnpark will die nötigen baulichen und sozialorganisatorischen Rahmenbedingungen schaffen, damit das Quartier ein Ort der Begegnung, der interkulturellen Kommunikation und der Auseinandersetzung unterschiedlichster Menschen miteinander und mit ihren unterschiedlichen Lebenswelten werden kann.
Drei Häuser - Drei Identitäten - Ein sozialer und kultureller Organismus. Drei Personen im Gespräch gleichend, stehen drei Stadthäuser beieinander, bilden eine Gruppe, ein bauliches Ensemble um einen Platz, einen urbanen, durch die Gliederung und Anordnung der Baukörper feinteiligen Stadtraum. Die Maßstäblichkeit im Zwischenraum erzeugt eine Dimension der "Nähe", nach außen hin bleiben die Baukörper stadträumlich in der Wahrnehmung aus der Distanz großmaßstäblich und städtisch präsent.
So sehr die drei Häuser Eigenständigkeit in ihrer Haltung zeigen, sind sie funktional eine Einheit und gesamt als Ensemble ein funktionaler Organismus und ein städtischer Ort. Die drei Eingänge im Erdgeschoss orientieren sich zueinander und sind räumlich so ausgeformt, dass drei unterschiedlich ausgeprägte Aufenthaltsräume "Logen" zum Platz gegenüber liegen, als zentraler und alltäglicher Aufenthalts- und Begegnungsort. Die Häuser beinhalten gemeinschaftliche Nutzungen im Erdgeschoss - sozial bilden die Zonen um den Platz zusammen den kollektiven Kern der Bebauung, die bauliche Setzung mit drei Körpern ermöglicht gleichermaßen eine Orientierung nach innen und nach außen und wechselseitig halböffentliches und öffentliches Verhalten und Empfinden - man lebt in der Stadt und an einem kleinen Platz.
Mit den gemeinschaftlichen Flächen (Salon, Kinderspielraum und Waschküche) und den gewerblichen Einrichtungen, bildet das Erdgeschoss dicht und kompakt den gemeinschaftlichen Lebensraum, mit der Möglichkeit, sich im gewohnten Umfeld zurückzuziehen oder dem sozialen Leben nachzugehen. Komplementär besitzt jedes Haus durch die einfache Abstufung der Bauform eine geschützte, nach innen orientierte gemeinschaftliche Dachterrasse. Diese ist entgegen dem Erdgeschoss nicht allen zugänglich, sondern den BewohnerInnen des jeweiligen Hauses vorbehalten.

Quelle: www.panw.at
© Fotos: Nikolaos Kuklakis, Dieter Henkel

AkteurInnen:

Architektur : Werner Neuwirth (A), von Ballmoos Krucker (CH), Sergison Bates architects (UK)
Bauherrschaft: Neues Leben
IngenieurkonsulentInnen: Buschina Partner
KünstlerInnen: Andreas Reiter Raabe
LandschaftsarchitektInnen: DnD Landschaftsplanung

Adresse:

1020 Wien, Ernst-Melchior-Gasse 11

Öffnungszeiten:

So 10 - 17 Uhr

Erreichbarkeit:

U1 Vorgartenstraße
Bus 82A, Ernst-Melchior-Gasse

Baujahr:

2011 - 2013

Auszeichnung:

Bauherrenpreis der ZT 2014

Links:

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