Maria-Trapp-Platz

Die Grundelemente am Platz sind die überdimensionierten Bänke. Sie dienen als Warte- und Ruhezonen sowie als Treffpunkt auch für große Gruppen. Ein weiteres Element sind die verwendeten Bäume. Sie bilden eine zusammenhängende Platzstruktur von Gebäudekante zu Gebäudekante.

OHW-Erlebnis

Auf den ersten Blick erscheint der Platz unaufgeregt und zurückhaltend. Unsere Volunteers erklären Dir das dahinterliegende Konzept - so wird die Gestaltung verständlich und nachvollziehbar. 

Als hochwertiger, urbaner Platz mit einer offenen Mitte und kleinräumigeren Randbereichen versorgt der Maria-Trapp-Platz das Stadtquartier mit einem Bewegungs- und Begegnungsort. Er fungiert als Schulvorplatz, urbaner Treffpunkt, und Veranstaltungsort. Die Öffnung und Verdichtung der einzelnen Platzbereiche unterstützt die Variabilität der Bespielung durch die verschiedenen Nutzergruppen und somit auch die des Platzes.
Die verwendeten Materialien verbildlichen diesen räumlichen Anspruch des Ortes. Der Platz wird durch dunklen Asphaltgerahmt in dessen Mitte ein heller geschliffener Farbasphalt die verschiedenen Funktionen aufnimmt. Zoniert wird die Mitte durch ein gefaltetetes Cortenstahlband, das an die zieharmonikaspielende Maria Trapp erinnern soll.
Die Grundstruktur des Platzes bündelt Möbel, Bäume und Belagsfugen, um gut nutzbare Teilqualitäten für einen wiedererkennbaren Platz in Aspern - der Seestadt Wiens - zu erreichen. In den Randbereichen entstehen kleinere Teilräume mit Aufenthaltsqualitäten des Rückzugs, des Wartens und des Treffens. Gerade für SchülerInnen sind diese Orte wertvolle Orte der Kommunikation. Die Grundelemente am Platz bilden die überdimensionierten Sitzbänke, die mit ihren massiven Holzauflagen als Warte- und Ruhezone, Treffpunkt und Sitzelement auch für große Gruppen dienen kann. Ein weiteres Element sind die verwendeten Bäume. Sie springen über die Straße und bilden eine zusammenhängende Platzstruktur von Gebäudekante zu Gebäudekante.
Vier Baumarten leiten durch die Räume und verdichten sich im Bereich kleinerer Teilräume und bilden Nischen. Ein Farbspiel im Jahresverlauf von der weißen Blüte der Wildbirnen über das lichte Laub der Lederhülsenbäume bis zur Herbstfärbung bieten spannende Paravents. Als spielerisches Highlightelement bietet der Spielbrunnen „Wasserhähne“ eine Belebung an der Schnittstelle zur freien Mitte.

Text:Yewo/Foto © Nikolaos Kouklakis

AkteurInnen:

LandschaftsarchitektInnen: YEWO LANDSCAPES

Adresse:

1220 Wien, Maria-Trapp-Platz

Öffnungszeiten:

Sa 10 - 17 Uhr

Erreichbarkeit:

U2 Seestadt
Bus 84A, Maria-Trapp-Platz

Baujahr:

2013 - 2015

Links:

yewo.at