Korea Kulturhaus

Das Korea Kulturhaus war der ehemalige Sommerpavillion der Gartenbauausstellung 1964. Das schlichte Gebäude liegt direkt am Irissee, einem damals künstlich angelegten See. Das Haus wurde später vom koreanischen Kulturverein gekauft und in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt restauriert.

OHW-Erlebnis

Da es sich um ein kleines Gebäude handelt, wirst Du den Treffpunkt kaum übersehen können. Bei Schönwetter starten wir draußen an der Betonmauer, ein Zubau aus der Zeit der Sanierung. Danach geht es über den Eingang des Kulturinstitutes in das untere Geschoß wo Du Dich auf Wasserebene begibst. Im Erdgeschoß kannst Du noch den Veranstaltungsraum besichtigen wo man sehr gut die Konstruktion des Pavillons erkennt.
Das Koreanische Restaurant ist während OHW geöffnet.

Die 1960er Jahre in Wien: die Zukunft war eine strahlende Utopie, Moderne ein Ideal und Weltoffenheit ein Attribut, mit dem man sich gerne schmückte. Zur Präsentation dieses Selbstbilds diente die Wiener Internationale Gartenbauausstellung im Jahr 1964 am Areal des ehemaligen Augebiets ums Kaiserwasser.
Die WIG´ 64 präsentierte futuristische Bauten in einer kreativ gestalteten Parklandschaft: dem Donaupark. Eines dieser Bauwerke war der ehemalige Sommerpavillion, das heutige Korea Kultuhaus. 24 Meter ragt es in den künstlich angelegten Irissee. Auf Stelzen errichtet, steht der zweigeschossige Bau buchstäblich halb im Wasser, denn der Boden des Untergeschosses befindet sich bereits unter Wasserniveau. Die große Glasfront lädt zum Verweilen ein. Sein Schöpfer ist der 1924 geborene Architekt Kurt Schlauss, dessen bekanntestes Werk das 1957 errichtete Hochhaus am Matzleinsdorfer Platz ist.
Die Restaurierung, in Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt, übernahm der koreanische Architekt Seung H-Sang (IROJE architects&planners). Bei der Umgestaltung gelang es traditionell koreanische Bauelemente, wie freistehende Außenwände („Dams“), zu implementieren ohne das Gesamtbild des Gebäudes außer Acht zu lassen. Im Mai 2012 wurde das neue Korea Kulturhaus feierlich eröffnet.
125 Jahre koreanisch-österreichische Zusammenarbeit – verdeutlicht in einem neu gewidmeten Symbol einer Zeit des Optimismus und des Zukunftsglaubens: Heute kann man im Korea Kulturhaus Kulturveranstaltungen besuchen, Koreanisch lernen oder einfach nur die Aussicht über See, Park und Donauturm, einem weiteren Bauwerk der WIG’64, genießen.

© Fotos: Dieter Henkel, Text: Renate Fuchs-Schreiber

Quellen:
„Korea Kulturhaus Österreich“ – Broschüre „wieder hergestellt 07“ des Bundesdenkmalamts
https://de.wikipedia.org/wiki/Donaupark
http://www.wienmuseum.at/de/aktuelle-ausstellungen/ansicht/wig-64die-gruene-nachkriegsmoderne.html

AkteurInnen

Architektur: Kurt Schlauss & Seung H-Sang (IROJE architects&planners)

 

Adresse:

1220 Wien, Arbeiterstandbadstraße 122, Donaupark am Irissee

Öffnungszeiten:

Sa 13 - 17 Uhr
Hinweis: Barrierefrei nur im EG

Erreichbarkeit:

U1 Alte Donau (ca. 550m)
Bus 20B Bundessportbad (ca. 250m)

Baujahr:

1964 im Rahmen der Gartenschau

Links:

Korea Kulturhaus Österreich