Fabrik 1230

Die ehemalige Sargfabrik Atzgersdorf ist ein denkmalgeschützter Jugendstil-Industriebau, welcher Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet wurde. Von 1968 bis 2014 wurde sie für die städtische Sargerzeugung genutzt.
Seit 2014 betreibt ein gemeinnütziger Verein die zentralen Fabriksgebäude als Kultur- und Veranstaltungsfläche, während die Nebengebäude abgerissen wurden und die entstandene Brache für eine Wohnbebauung mit rd. 900 Einheiten vorbereitet wird.
SORAVIA hat 2017/18 ein zweistufiges Interessentensuchverfahren für die Nachnutzung der Sargfabrik mit einem Konzept für ein „Grätzlzentrum“ gewonnen und die Fabrik Ende 2018 erworben.
Das Konzept zur Umnutzung geht vom Ende 2018 beschlossenen Bebauungsplan aus: Darin werden die zentrale Halle (ehem. Zusammenbau) sowie die unmittelbar anschließenden Nebenflächen für „kulturelle Nutzungen“ gewidmet. Dementsprechend werden diese Flächen weiterhin als Kultur- und Veranstaltungsflächen in einer Kooperation zwischen F23 und SoArt betrieben. Ergänzt wird diese Nutzung durch eine Gastronomiefläche in der ehemaligen Maschinenhalle.
Die ehemaligen Büro- und Wohnflächen, der Garagentrakt sowie ein in Planung befindlicher Zubau an der östlichen Abbruchkante sollen für unterschiedliche Gewerbenutzungen (z.B. kleine Büroeinheiten, Coworking, Greißler, Apotheke, Ärztezentrum) sowie Künstlerinnen-Ateliers umgenutzt werden.

© Text: Soravia, Fotos: Nikos Kouklakis

AkteurInnen:

ArchitektInnen: Hubert Gessner

Adresse:

1230 Wien, Breitenfurter Straße 176 

Öffnungszeiten:

So 10 - 17 Uhr

Erreichbarkeit:

S-Bahn oder U6 Meidling, umsteigen Bus 62A, Campingplatz Wien Süd 

Baujahr:

1913-1916

Links:

www.f23.at