TU Wien Plus-Energie-Bürohochhaus

Das Plus-Energie-Bürohochhaus der TU Wien am Areal des Getreidemarkt ist das weltweit erste Bürohochhaus mit dem Anspruch, mehr Energie ins Stromnetz zu speisen, als für Gebäudebetrieb UND Nutzung benötigt wird.

OHW - Erlebnis

Die Tour beginnt bei der Schautafel im Erdgeschoß und endet in der obersten Etage auf der Dachterrasse. Ein interessantes Gebäude mit einem einzigartigen Energie-Konzept, das regelmäßig von Fachleuten aus aller Welt besichtigt wird. Gleich zu Beginn, 10-11 Uhr gibt es eine Fachführung.

Die TU Wien ist mit rund 3.000 WissenschafterInnen und über 27.000 Studierenden Österreichs größte Forschungs- und Bildungseinrichtung für Technik und Naturwissenschaften. Das Projekt „TU Univercity 2015“ führte die unterschiedlichen Standorte der TU zu einem innerstädtischen Konzept zusammen.

Ein wichtiger Standort abseits dem Hauptgebäude neben der Karlskirche ist das Areal zwischen Getreidemarkt, Lehárgasse, Gumpendorfer Straße und dem Semperdepot. Anfang der 1960er Jahre errichtete man hier neben zwei historischen Gebäuden den ersten Teil des ehemaligen „Chemiehochhauses“ nach den Plänen von Karl Kupsky.

Karl Hiesmayr hatte in den 1980er Jahren die schwierige Aufgabe, mehrere ungeordnete Baukörper verschiedener Epochen und Höhen auf dem Areal in Einklang zu bringen sowie einen verbindenden Neubau zu gestalten.

Mit der Generalsanierung des ehemaligen „Chemiehochhauses“, 2014 abgeschlossen, hat die TU Wien jetzt das größte Plus-Energie-Bürogebäude Österreichs mit der größten fassadenintegrierten Photovoltaikanlage des Landes. Das Gebäude erzeugt, über das Jahr gerechnet, mehr Energie, als es selbst verbraucht. Der Stromverbrauch der gesamten technischen Gebäudeausstattung, aller Bürogeräte, Server, Küchen, der Beleuchtung und die Stand-by-Verbräuche werden von der Sonnenstrom-Anlage abgedeckt.

Das Bauvorhaben wurde von der TU Wien, dem bm:wf (Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung) und der BIG (Bundesimmobiliengesellschaft) finanziert und im Rahmen des Forschungsprogramms "Haus der Zukunft" durch das bmvit (Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie) gefördert. Weitere Fördergeber sind die KPC (Kommunalkredit Public Consulting) und das Magistrat der Stadt Wien (MA 20 – Energieplanung).

Fotos ©Matthias Heisler

AkteurInnen

Architektur: Karl Hiesmayr, ArGe Kratochwil - Waldbauer - Zeinitzer
Wissenschaftliche Projektleitung: Prof. Dr. Thomas Bednar, Schöberl & Pöll GmbH
Bauphysik: Schöberl & Pöll GmbH

Adresse:

Getreidemarkt 9, 1060 Wien

Öffnungszeiten:

Sa 10 - 17 Uhr
Sa Fachführungen 10 - 11 Uhr

Erreichbarkeit:

U2, Museumsquartier
U3, Museumsquartier
Bus 57A, Getreidemarkt

Baujahr:

1970/ 2014

Zertifikate:

ÖGNB

Auszeichnungen:

Haus der Zukunft / bmvit
klimaaktiv Gold

Links:

www.tuwien.ac.at