Österreichische Postsparkasse

Bei einem Blick in den Kassensaal der Postsparkasse, eine der Pionierleistungen der modernen Architektur, soll Kaiser Franz Joseph I. gesagt haben: „Merkwürdig, wie gut die Menschen hier hineinpassen“.

OHW - Erlebnis

Bei der OHW-Tour besucht man die Räumlichkeiten im ersten Stock, den Gouverneursraum, die Beamtenstiege und den großen Sitzungssaal. Da die Österreichische Postsparkasse mittlerweile den Besitzer gewechselt hat, könnte es sein, dass sie zum letzten Mal bei OHW dabei ist – also unbedingt ansehen gehen!

Die Kirche am Steinhof und die Postsparkasse zählen zu Otto Wagners bekanntesten und fortschrittlichsten Bauten. Beide sind bedeutende Werke des Wiener Jugendstils. Im Gegensatz zur Kirche, die aufgrund ihrer reduzierten Fassadengestaltung nicht in der Stadt gewünscht wurde, entstand die Postsparkasse an dem noch in Ausbau befindlichen Stubenring.

Während das durch einen Vorplatz vom Ring zurückgesetzte Bauwerk in Struktur und Fassadengliederung mit dem betonten Sockelgeschoß noch stark an das klassische Palastschema erinnert, wartet es bei näherer Betrachtung mit vielen ungewöhnlichen Details auf.

Die komplette Fassadenfläche ist mit Marmorplatten verkleidet, die durch Eisenbolzen mit Aluminiumkappen fixiert sind. Diesem geometrischen Raster fügen sich die Fensteröffnungen rational ein. Das ganze Bankgebäude wirkt somit wie ein riesiger, gepanzerter Geldschrank.

Höhepunkt und Zentrum des Entwurfs ist aber eindeutig der, mit einem gläsernen Tonnengewölbe gedeckte, Kassensaal. Sein stellenweise aus Glasbausteinen bestehender Fußboden ermöglicht eine Belichtung der darunterliegenden Räume. Diesen Pionierstreich der Tageslichtführung bis in das unterste Geschoß hatte Otto Wagner schon 20 Jahre zuvor bei der k. k. privilegierten Länderbank in der Hohenstauffengasse des 1. Wiener Gemeindebezirkes angewendet.

Im hinteren Teil des Kassensaals befindet sich das WAGNER:WERK MUSUEM POSTSPARKASSE, in dem ca. 200 historische Fotos, Dokumente, Zeitungsberichte, Pläne, innovative Materialien und das Gebäudemodell ausgestellt sind.

Das WAGNER:WERK MUSEUM POSTSPARKASSE ist ein Projekt der BAWAG P.S.K.

Foto©
Nachtaufnahme: BAWAG PSK
Tagaufnahmen: Schaub-Walzer/PID
Innenaufnahmen: Dieter Henkel

AkteurInnen

Architektur: Otto Wagner, Hoppe Architekten Restaurierungsarbeiten
Bauherrschaft: k.k. Postsparkasse

 

Adresse:

1010, Georg-Coch-Platz 2

Öffnungszeiten:

Sa 10 - 17 Uhr
So 10 - 17 Uhr

Erreichbarkeit:

Straßenbahn 2, Julius-Raab-Platz (Stubenring)
Straßenbahn 1, Julius-Raab-Platz (Uraniastraße)
U3, Stubentor
U1, Schwedenplatz
U4, Schwedenplatz

Baujahr:

1904-1912, 2004-2005 Generalsanierung

Links:

WAGNER:WERK- MUSEUM POSTSPARKASSE
BAWAG P.S.K.
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