ÖAMTC Zentrale

An Österreichs meist befahrener Straße, der Südost-Tangente, steht seit November 2016 einer von Österreichs ungewöhnlichsten Neubauten: die ÖAMTC-Zentrale. Designed wie ein Lenkrad vereint dieser Bau Funktionalität und ein in Runden geformtes Kundenservice.

OHW - Erlebnis

Der Treffpunkt ist am Vorplatz, auf Eingangsebene. Hier erfährt man etwas über die Landschaftsplanung. Im Inneren wird anhand eines Modells das architektonische Konzept erklärt. Über das Atrium geht es hinauf in den dritten Stock, wo Arbeitsbereiche besichtigt werden können.
Das Café im Atrium ist geöffnet, sodass man die Atmosphäre des beeindruckenden Innenraums noch genießen kann.

Architekten sind am Sonntag vor Ort.
Führungen in Englisch werden laufend angeboten.
Führungen in ÖGS (Österreichische Gebärdensprache) finden am Sonntag von 11-12 Uhr statt.

An der symbolträchtigen Schnittstelle zwischen exzessiver Mobilität, der Südost-Tangente, dem neuen Stadtviertel Neu-Marx und alter Industriebauten wurde im November 2016 die neue Zentrale des ÖAMTC eröffnet.
Der 2013 durchgeführte Architekturwettbewerb brachte pxt Pichler&Traupmann Architekten als Gewinner hervor. Der Entwurf verband die gegebenen Anforderungen – Zusammenfassung und Modernisierung der bisher auf mehrere Standorte verteilten Verwaltung –, mit der architektonischen Interpretation der Aufgabenbereiche des ÖAMTC und wurde in nur 20 Monaten umgesetzt.

Das Innere des Rundbaus wird von einem großzügigen Atrium dominiert, welches bis zum Dach reicht. Um dieses winden sich spiralförmig Stiegen und Galerien. Im Zentrum ragen Aufzugs- und Versorgungsschächte empor, die sich hinter einer hohen Videowand verstecken, welche über mehrere Geschosse reicht.
In den Auskragungen aus dem Zylinder befinden sich Verwaltungs- und Organisationsbüros, aber auch das topmoderne und rund um die Uhr besetzte Callcenter mit 150 Bildschirmplätzen, in dem 3 Mio. Kundenanrufe pro Jahr abgewickelt werden. Ein Ausbau bei mehr Flächenbedarf ist möglich. Der alles umhüllende äußere Stahl-Glas-Ring bietet Schallschutz und Fluchtwege und wird vom Helikopter-Landeplatz am Dach überragt. Im großzügigen Servicebereich im Untergeschoß können Kunden die Angebote des ÖAMTC wahrnehmen und gleichzeitig durch eine großflächige Glaswand die Arbeiten auf den Werkstattplätzen im darunterliegenden, halbbogenförmigen Stützpunkt beobachten.

Für die pxt Pichler&Traupmann Architekten ist dies das größte bisher realisierte Objekt. Andere Werke des seit 1992 tätigen Architekturbüros finden sich in ganz Österreich.

Fotos © Dieter Henkel, Text: Renate Fuchs-Schreiber

Quellen:
https://www.nextroom.at/building.php?id=37748&sid=41519&inc=pdf
http://derstandard.at/2000049042712/OeAMTC-Zentrale-Ein-Ring-an-der-Tangente (Autor: Maik Novotny) http://www.bauforum.at/architektur-bauforum/im-zeichen-der-mobilitaet-125314  (Autorin: Christine Bärnthaler)
http://www.pxt.at  (Homepage Pichler & Traupmann)

AkteurInnen

Architektur: Pichler & Traupmann
Bauherrschaft: ÖAMTC Zentrale
Landschaftsarchitektur: DnD Landschaftsplanung
Tragwerksplanung: FCP

Adresse:

1030 Wien, Baumgasse 129

Öffnungszeiten:

Sa 14 - 17 Uhr
So 10 - 17 Uhr

Fachführungen So 10 – 13 und 14 – 17 Uhr
Führungen in ÖGS finden am Sonntag von 11-12 Uhr statt

Hinweis: Fotografieren nur im Atrium erlaubt

Erreichbarkeit:

U3 Erdberg (Ausgang Franzosengraben)

Baujahr:

2016

Auszeichnungen:

Wiener „Schorsch“/MA19
Österreichischer Stahlbaupreis, 2017

Links:

oeamtc.at
Pichler & Traupmann Architekten
DnD Landschaftsplanung
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