Klima Wind Kanal

Die Räumlichkeiten des weltgrößten Klima-Wind-Kanals sind geprägt von technischem Design, das die Funktion der Anlage widerspiegelt. Hochtechnische Hallen, in denen ganze Züge getestet werden und angeschlossene Büros werden durch eine einheitliche, silberne Hülle vereint.

OHW - Erlebnis

Zuerst gibt es eine Einführung im Besprechungsraum, dann können beide ein Klima-Wind-Kanäle besichtigt werden. Es bietet sich an die Tour mit dem ENERGYbase zu kombinieren, da diese beiden Gebäude in unmittelbarer Nähe sind.

Der Betreiber der Anlage prüft und zertifiziert Fahrzeuge aller Art nach klimatischen Bedingungen. Alle Prototypen von neuentwickelten Schienenfahrzeugen finden in dieser Anlage Platz. Ein Klima-Wind-Kanal dieser Dimension stellt eine Besonderheit im Anlagenbau dar.

Die Aufgabe des Architektenteams bestandin der räumlichen Anordnung der Anlagenteile, im Design einer anlagenspezifischen Hülle im technischen wie architektonischen Sinn und in der Überhöhung der der Technik innewohnenden Ausstrahlung für die Corporate Identity des Betriebs. Die Anlage funktioniert als eine riesige Maschine, in der eine große Anzahl von Beschäftigten ihre Arbeitszeit verbringen soll. Dies schlägt sich im Bauprinzip der Anlage nieder.

Von den Büros aus blickt man auf die überdimensionalen Luftröhren. Wartungsstege durchziehen die Anlage in zwölf Metern Höhe. Die gesamten Luftröhren inklusive Teststrecke sind von einer schwefelgelben Innenbeschichtung überzogen. Hochtechnische, feine Bereiche prallen auf rohe maschinentechnische Bereiche oder gehen fließend ineinander über. Es entsteht eine charakteristische Gestalt mit Merkwert, die die Besonderheit der inneren Vorgänge außen spürbar macht.

Die Komponenten - zwei Windkanäle, zwei Vorbereitungshallen, die Bauteile für Stromversorgung und Kühlung als auch das Bürogebäude - werden von einem einzigen homogenen, silbrig glänzenden Mantel überzogen. Die Dimension des Projekts wird nicht verschleiert, sondern klar in Szene gesetzt.

© Brigitte Lacina, Dieter Henkel

AkteurInnen

Architektur: PPAG
Mitarbeit Architektur: Sebastian Illichmann, Klaus Moldan, Christine Bärnthaler, Corinna Toell
Bauherrschaft: RTR GmbH
Tragwerksplanung: Praher Schuster, Bautechnik Linz

 

Adresse:

1210, Paukerwerkstraße 3

Öffnungszeiten:

Sa 14 - 17 Uhr
Fachführungen Sa 14 - 16 Uhr

Erreichbarkeit:

S1, S2, S7 Wien Siemensstraße

Baujahr:

2003

Links:

www.ppag.at
www.rta.eu
Das Bauwerk auf nextroom