DC Tower

Der DC-Tower auf der Donauplatte ist seit 2014 das höchste Gebäude Österreichs. Mit seinen 250 Metern stellt er sogar die anderen Hochhäuser auf der Platte in den Schatten. Die Form der Fassade entstand aus der Idee eines auseinander gebrochenen Monolithen und wird mit dem zweiten DC Tower – der in Planung ist – seine Negativform erhalten.

OHW - Erlebnis

Von der U-Bahn kommend geht man auf die linke Seite des Gebäudes – dort befindet sich der Eingang (Hinweisschilder beachten). Im ersten Stock gibt es ein Modell der gesamten Platte, danach geht es mit einem kurzen Aufzugwechsel hinauf auf die höchste Terrasse von Österreich. In einem extra Ausstellungsraum kann auch das „Pendel“ begutachtet werden. Gruppengrößen ca. 12-18 Personen!

Die Donaucity, ein wichtiger Knotenpunkt zwischen Prater und Kagran, wurde erst 1967 mit dem Bau des Vienna International Centre, dem Amtssitz der Vereinten Nationen, zum urbanen Stadtteil, für den im Weiteren neue Wohnkomplexe, Geschäfts- und Büroräume sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen vorgesehen werden sollten. Das aktuellste Konzept für die noch nicht verbauten Gründe zur Donau hin sieht zwei Türme vor, die an dieser Stelle nebeneinander einerseits zum „Stadttor“ werden, andererseits in Korrespondenz zur Neuen Donau stehen sollen. Alle Flächen um die Türme sollen schließlich zum Lebens- und Kommunikationsraum der Donaucity werden.

Die zwei Hochhäuser selbst wurden ca. 220 Meter mit 60 Geschoßen und ca. 168 Meter mit 44 Geschoßen hoch geplant. Der höhere DC Tower 1 wurde in den Jahren 2010 bis 2013 realisiert und wartet derzeit noch auf seinen kleinen Bruder. Die Leitidee des Architekten war es, ein massives Volumen aus Glas durch minimalistische Linien vom Boden bis zur Spitze klar und radikal zu gliedern bzw. dadurch eine monolithische Wirkung des schlanken Baukörpers zu erzielen. Die Entwicklung des Tragwerks erfolgte mittels räumlicher Computermodelle unter Berücksichtigung des Windeinflusses und der Eigenschaften des Untergrundes, welche zuvor genau untersucht wurden.

Die Gebäudehaut erhielt drei verschiedene Ebenen der Transparenz: durchsichtige Scheiben, Felder mit aufgedrucktem Glittermuster sowie undurchsichtige Elemente. Die südöstliche der vier Fassaden suggeriert die zerklüftete Seite des Monolithen durch eine wellenartig verschobene Strukur, die sich von unten bis oben hin durchzieht. Der Innenraum birgt einen Nutzungsmix mit einem Hotel und Restaurants in den unteren Ebenen, einem Fitnessclub, Büros und Wohnungen bis oben wiederum mit einem Restaurant, einer Lounge sowie einer Aussichtsplattform.

Foto ©Lennart Horst

AkteurInnen

Architektur: Domenique Perrault Architecture, Hoffmann - Janz ZT GmbH
Bauherrschaft: WED Wiener Entw. ges. f. d. Donauraum AG
Tragwerksplanung: Gmeiner Haferl Zivilingenieure ZT GmbH, Bollinger Grohmann Schneider ZT GmbH

Adresse:

1220 Wien, Donau-City-Straße 7

Öffnungszeiten:

Sonntag 10 - 17 Uhr

Erreichbarkeit:

U1, Kaisermühlen VIC

Baujahr:

2014

Auszeichnungen:

Emporis Skyscraper Award (2. Platz)

Links:

www.perraultarchitecture.com
www.gmeiner-haferl.com
www.viennadc.at