Brotfabrik

Mit der Revitalisierung der 100 Jahre alten Brotfabrik in Ottakring gelang die Vereinbarung von Denkmalschutz und moderner Bürostruktur. Das Ergebnis sind attraktive Bürolofts, die besonders Firmen in der Kreativbranche ansprechen.

OHW - Erlebnis

Über einen eigenen Eingang gelangt man über Stufen in die Räumlichkeiten der ehemaligen Brotfabrik. Besichtigt wird ein großzügiges Büro/Studio auf unterschiedlichen Ebenen mit interessanten Ein- und Ausbauten. Von der Terrasse aus bekommt man einen guten Eindruck vom begrünten Innenhof, in dem auch eines unserer OHW-Plakate fotografiert wurde.

Die ehemalige Brotfabrik in der Hasnerstraße in Ottakring wurde von den Architekten Hubert und Franz Gessner als Erweiterung einer bereits bestehenden Brotfabrik des „Ersten Wiener Consumvereins“ 1908 bis 1910 realisiert. Dieser neue Standort beinhaltete eine Kaffeerösterei, eine Verpackungshalle sowie viele Lagerräume. Die repräsentative, geflieste Jugendstilfassade des Stahlbetonskelettbaus als besonderes Merkmal machte die Brotfabrik wohl zu einem Schlüsselbau der Wiener Architekturgeschichte. Trotzdem stand das Gebäude viele Jahre leer und war zeitweise sogar zum Abriss bestimmt, bis es schließlich doch unter Denkmalschutz gestellt wurde.

In den Jahren 1999 bis 2001 durchlief die Brotfabrik einen Revitalisierungsprozess mit einer Generalsanierung sowie Neustrukturierung, wobei der repräsentative, industrielle Charakter erhalten blieb. Die Architekten Hermann & Valentiny planten auf 5 600 Quadratmetern Nutzfläche Lofts und Büroflächen, die durch ihre offene Gestaltung individuelle Lösungen begrüßen, sowie Archiv- und Lagerräume. Das alte Gebäude wurde zudem durch einen dreigeschoßigen Neubau ergänzt, dessen Profilitglasfassade man gleich nach der Hofeinfahrt erblickt.

Die Flächen der Bürolofts reichen von 62 bis zu 420 Quadratmeter, erstrecken sich teilweise über zwei Ebenen und wurden auf dem Dach erweitert. Die Dachlandschaft wurde mit runden und eckigen Aufbauten aufgestockt. Einen besonderen Platz stellt der Innenhof dar, der durch einen Betonparavent architektonisch gefasst ist.

Fotos ©Inge Funke

AkteurInnen

Architektur: Hermann & Valentiny
Mitarbeit Architektur: Marijana Popovic (PL), Claude Giger
Bauherrschaft: Kallco Projekt, Hans Christoph List
Tragwerksplanung: Gmeiner Haferl
Mitarbeit Tragwerksplanung: Peter Hörmann, Jürgen Schink

 

Adresse:

1160, Hasnerstraße 123

Öffnungszeiten:

Sa 10 - 17 Uhr

Erreichbarkeit:

U3, Ottakring
S45, Ottakring
2, Thaliastraße
46, Thaliastraße

Baujahr:

1908- 10
Sanierung 1999 – 2001

Links:

nextroom Datenbank
Hermann&Valentiny und Partner 
kallco